Kiezgeschichte
Marzahn ist mit dem 30jährigen Jubiläum in 2009 und Hohenschönhausen sind vergleichsweise junge Bezirke. Ihre geschichtlichen Ursprünge liegen jedoch bereits um 1900. Im Nord-Osten Berlins gelegen sind sie heute das Zuhause vieler Menschen und haben einige Sehenswürdigkeiten zu bieten.
Marzahn
Marzahn ist ein Ortsteil im Bezirk Marzahn-Hellersdorf von Berlin. Der Begriff Marzahn bezeichnet zugleich einen ehemaligen Berliner Stadtbezirk und die größte Großsiedlung auf dem Gebiet der damaligen DDR.
Der Ortsteil Marzahn geht auf ein mittelalterliches Angerdorf zurück, das, nostalgisch überformt, noch heute erhalten ist. In seiner Umgebung entstanden um 1900 einige Kleinsiedlungsbereiche. Zwischen der zweiten Hälfte der 1970er-Jahre und dem Ende der 1980er-Jahre entstand rund um das alte Dorf die als üppig durchgrünte Stadtlandschaft konzipierte und realisierte Großwohnsiedlung Marzahn. Die Siedlung wurde überwiegend in Plattenbauweise errichtet.
Seit der Bildung von Groß-Berlin im Jahre 1920 gehört der Ortsteil Marzahn zu Berlin, bis 1979 innerhalb des Stadtbezirks Lichtenberg. Im Zusammenhang mit dem Bau des Neubaugebietes wurde Marzahn 1979 aus dem Stadtbezirk ausgegliedert und zum Namensgeber des neuen Stadtbezirks Marzahn. Er umfasste bei seiner Gründung neben dem Ortsteil Marzahn auch die Ortsteile Biesdorf, Hellersdorf, Kaulsdorf und Mahlsdorf und entsprach so dem heutigen Bezirk Marzahn-Hellersdorf. 1986 wurde aus den Ortsteilen Mahlsdorf, Kaulsdorf und Hellersdorf der Bezirk Hellersdorf gebildet. Bei der Verwaltungsreform 2001 fusionierten die beiden Bezirke wieder zum heutigen Bezirk Marzahn-Hellersdorf.
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Hohenschönhausen
Hohenschönhausen war von 1985 bis zum Zusammenschluss mit Lichtenberg im Jahre 2001 ein eigenständiger Berliner Bezirk. Benannt wurde er nach dem bis 2002 gleichnamigen Ortsteil, der heute unter der Bezeichnung Alt-Hohenschönhausen bekannt ist. Unter Hohenschönhausen an sich verstehen allerdings die meisten Leute auch nur das Neubaugebiet, das heute das Gebiet des Ortsteils Neu-Hohenschönhausen ausmacht.
Das Dorf Hohenschönhausen existierte bereits seit etwa 1230, die erste
urkundliche Erwähnung erfolgte in den Jahren 1352 beziehungsweise 1356. Zunächst grenzte sich die Ortschaft nicht sonderlich von den umliegenden Dörfern Malchow, Wartenberg und Falkenberg ab, allerdings begünstigte die nähere Lage an Berlin ein rasches Wachstum im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert. 1920 wurde Hohenschönhausen durch das Groß-Berlin-Gesetz ein Ortsteil des 18. Berliner Bezirks Weißensee. Nach dem namensgebenden Ortsteil ist er der größte im Bezirk mit etwa 5.300 Einwohnern.
Bis Ende der 1970er-Jahre konnte Hohenschönhausen seinen dörflichen Charakter wahren, obwohl die Entwicklung in Richtung ihre Früchte trug und ein städtisches Erscheinungsbild hinterließ. Der Dorfkern jedoch wies weiterhin seine ursprüngliche Struktur mit mehreren Höfen und Katen auf.
Die ersten Plattenbauten entstanden in den Jahren 1972 bis 1975 zwischen der Wartenberger und Falkenberger Straße, bis 1978 entstanden die Neubauhäuser entlang der Landsberger Allee, 1984 in der Umgebung des Dorfkerns. Bereits zwei Jahre zuvor liefen die Vorbereitungsarbeiten für das Neubaugebiet Hohenschönhausen Nord, dem späteren Ortsteil Neu-Hohenschönhausen, also die Anlage von Straßen, Abwasserkanälen und der Stromversorgung. Der eigentliche Auftakt zum Wohnungsbau fand am 2. Februar 1984 unter Anwesenheit des Staatsratvorsitzenden der DDR Erich Honecker statt. Bis zum 5. Oktober 1989 entstanden in dem Gebiet entlang der Falkenberger Chaussee 29.630 Wohnungen für rund 90.000 Menschen.
Am 1. September 1985 wurden schließlich die Ortsteile Hohenschönhausen, Wartenberg, Falkenberg sowie der östliche Teil von Malchow aus dem Bezirk Weißensee ausgegliedert und als eigenständiger Stadtbezirk Hohenschönhausen zusammengefasst.
Nach der Deutschen Wiedervereinigung nahm die Bevölkerung zunächst noch bis 1994 zu, in diesemJahr erreichte sie ihren historischen Höchststand mit 119.686 Einwohnern. Innerhalb von zehn Jahren schrumpfte sie dann allerdings um über 10.000 auf heute schätzungsweise 105.000. Der Rückgang ist vor allem mit dem Wegzug der jungen Familien zu begründen, die den Bezirk in den ersten Jahren seiner Existenz bewohnten.
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JUBILÄUM: 30 Jahre Marzahn - Hellersdorf
30 Jahre Marzahn-Hellerdorf - ein Metropolenraum im Wandel.
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